Online-Fotoalbum von Ralf Dieter Wölfle
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Pyrenäen (Mai/Juni 2003)

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Dieser Urlaub führte uns für drei Wochen in den französischen Teil der Pyrenäen. Wir bereisten sie fast vom Atlantik bis zur Mittelmeerküste, wobei wir von verschiedenen Orten aus Tagestouren und Wanderungen unternahmen.

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Dies ist ein Blick in das Vallee de Gaube oberhalb des Wintersportortes Cauterets, der in den Bergen oberhalb von dem berühmten Wallfahrtsort Lourdes liegt. Im Vordergrund ist auf 1725 m Höhe der Lac de Gaube, im Hintergrund sieht man den größten Gletscher der Pyrenäen, den Glacier d'Ossoue unterhalb des 3289 m hohen Vignemale.

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Diese Wanderung führte uns einige Kilometer weiter östlich oberhalb des Thermal-Kurortes Bagneres-de-Luchon durch Schneefelder hindurch etwas höher hinauf fast bis zur spanischen Grenze beim Port de Vénasque auf 2444 m Höhe. Unterhalb im Kessel sieht man das Refuge de Vénasque, umgeben von vier Seen, den Boums de Port.

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In den Pyrenäen kann man aber nicht nur auf Gipfel wandern, sondern auch durch Schluchten. Dies ist die recht wilde Caranca-Schlucht zwischen Perpignan und Andorra. Der Weg schlängelt sich links im Bild am Berg entlang, teilweise recht schmal und mit Drahtseilsicherungen.

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Zwar sind die meisten Massive der Pyrenäen aus Granit, doch einige im Zentrum bestehen auch aus Kalkstein. Diese sind dann von tausenden von Höhlen durchzogen, wobei sich in vielen davon steinzeitliche Vorfahren mit heute teils weltbekannten Höhlenmalereien die Zeit vertrieben haben. Andere Höhlen bestechen auch durch ihre Größe, so wie diese abgebildete Mas d'Azil zwischen St. Girons und Foix. Durch diese 400m lange Höhle führt neben dem Fluss Arize, der sie in zehntausenden von Jahren geformt hat, sogar eine Landstrasse.

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In manchen Gegenden hat fast jeder Ort seine Burg, sei es eine total zerfallene Ruine oder solch eine gut erhaltene Festung wie die von Foix. Schon seit dem 10. Jahrhundert hat man an ihr herumgebaut und die abgebildeten Türme stammen aus dem 13. und 15. Jhd. In ihr kann man ausser dicken Mauern auch einige Ausstellungsstücke bewundern, wie etwa prähistorische Funde aus den umliegenden Höhlen oder Ritterrüstungen aus dem Mittelalter.

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Eine der imposantesten kulturellen Sehenswürdigkeiten in den Pyrenäen ist das Kloster Saint-Martin-du-Canigou, welches sich wie ein Adlerhorst auf und zwischen zerklüfteten Felsen erhebt. Ein erstes Bauwerk, natürlich eine Kirche, entstand hier im Jahr 1005, nach einem erdbebenbedingten Wiederaufbau 1433 und später über 200-jährigem Zerfall wurde es Beginn des 20. Jhd. wieder aufgebaut. Heute führen Nonnen und Mönche gegen ein sehr weltliches Salär neugierige Touristen durch die aussichtsreichen Gemäuer.

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Bei der Côte Vermeille südlich von Perpignan versinken die letzten Ausläufer der Pyrenäen ins Mittelmeer. Dieser kleine Badestrand mit dem dahinterliegenden Campingplatz etwas nördlich von dem sehenswerten Städtchen Collioure bot uns für die letzten Tage nach vielen Touren noch etwas Erholung, wobei wir wohltuend genug entfernt von dem Massentourismus-Trubel der Ferienhochburgen der Côte Radieuse waren, deren langen Sandstrände im Hintergrund noch zu sehen sind.