Expertenseite

 
Auf dieser Seite werden Organisationen und Programme vorgestellt, welche sich wissenschaftlich mit den Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen auseinandersetzen und entweder eigene Forschungsbeiträge dazu liefern oder eine gute Informationsquelle darstellen.
Es werden jeweils eine kurze Beschreibung, zugehörige Links sowie aktuelle Veröffentlichungen angeboten.

Deutschland Bundesumweltministerium
  Bundesamt für Strahlenschutz
  Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF)
  Strahlenschutzkommission
  Forschungsgemeinschaft Funk (FGF)
Finnland Health Risk Assessment of Mobile Communications (HERMO)
Frankreich Fondation Santé et Radiofréquences
Großbritannien Mobile Telecommunications and Health Research Programme
Schweiz Nationales Forschungsprogramm 57
Europa COST - Europäische Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung
Das fünfte Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung
European BioElectromagnetics Association (EBEA)
Weltweit Bioelectromagnetic Society (BEMS)
Das EMF-Projekt der Weltgesundheitsinformation
International Commission on Non-Ionising Radiation Protection (ICNIRP) (eigene Seite)

 

Bundesumweltministerium (BMU)

Das Bundesumweltministerium hat für den Zeitraum 2002 bis 2005 mehr als 8,5 Mio. € zur Erforschung der Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen zur Verfügung gestellt, hinzu kommt noch einmal die gleiche Summe von den deutschen Netzbetreibern im Rahmen ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung vom Dezember 2001. Dazu kommen 5 Mio. € für Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit technischen Regulierungsfragen beim Aufbau der UMTS-Netze vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und 7 Mio. € für eine gezielte Initiative für die Förderung emissionsmindernder Technologien bei Mobilfunksystemen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, beides ebenso für den Zeitraum 2002 bis 2005. Diese Gelder wurden über das Bundesamt für Strahlenschutz im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms ausgegeben (siehe unten)

Homepage des Bundesumweltministeriums

 

 

Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)

Das BfS ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und nimmt Vollzugsaufgaben des Bundes nach dem Atomgesetz und dem Strahlenschutzvorsorgegesetz wahr. Es errfüllt Aufgaben auf den Gebieten des Strahlenschutzes, der kerntechnischen Sicherheit, der Beförderung radioaktiver Stoffe und der Entsorgung radioaktiver Abfälle und unterstützt das Umweltministerium bei der Wahrnehmung der Bundesaufsicht. Zur Erfüllung seiner Aufgaben betreibt das BfS auch wissenschaftliche Forschung.

Auf seiner Homepage bietet es verschiedene Infoblätter und Stellungnahmen zu EMVU-Themen an.

Homepage des BfS

 

 

Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF)

Zur Klärung offener Fragen bezüglich hochfrequenter elektromagnetischer Felder hat das Bundesministerium für Umwelt (BMU) im Jahr 2002 das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) initiiert. Dafür steht von 2002 bis voraussichtlich 2008 ein Finanzvolumen von insgesamt 17 Mio. Euro zur Verfügung, das zu gleichen Teilen durch das Bundesumweltministerium und die Netzbetreiber im Rahmen einer Selbstverpflichtung erbracht wird.
Mit der Koordinierung der im DMF betreuten Forschungsprojekte wurde das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beauftragt. Das BfS ist auch zuständig für die Formulierung der Forschungsthemen und die Vergabe der Projekte.

Homepage des Deutsches Mobilfunk-Forschungsprogramms
Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF)
Dies ist eine Zusammenfassung des Standes vom Sommer 2007 in einem Beitrag des Newsletters 2/2007 der Forschungsgemeinschaft Funk (pdf, 84 KB)

 

 

Strahlenschutzkommission (SSK)

Die Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in allen Angelegenheiten des Schutzes vor ionisierenden und nicht-ionisierenden Strahlen.

Homepage der SSK

 

 

Forschungsgemeinschaft Funk (FGF)

Die überwiegend von den Mobilfunkunternehmen getragene Forschungsgemeinschaft Funk fördert und finanziert wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkungen elektromagnetischer Felder und bietet auf seiner Homepage Zugang zu diesen und anderen Studien an. Weiterhin sind hier ständig aktualisierte Informationen zu Veranstaltungen und anderen Ereignissen der wissenschaflichen EMF-Szene.

Homepage der Forschungsgemeinschaft Funk

 

 

Health Risk Assessment of Mobile Communications, HERMO (Finnland)

Dieses im Juni 2004 gestartete finnische nationale Forschungsprogramm wurde 2007 abgeschlossen.

Homepage von Hermo
Abschlussbericht vom November 2007

 

 

Fondation Santé et Radiofréquences (Frankreich)

Diese von der französischen Regierung im Januar 2005 ins Leben gerufene Stiftung soll mit einem Volumen von 5 Mio. Euro bis 2010 nationale Untersuchungen biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder koordinieren.

Homepage der Fondation Santé et Radiofréquences

 

 

Mobile Telecommunications and Health Research Programme (Großbritannien)

Den Empfehlungen des Steward-Reports vom Mai 2000 folgend wurde im November 2001 von der britischen Regierung das Mobile Communications & Health Research Programme (MTHR) ins Leben gerufen. Darin stehen über 7 Mio. Pfund für Forschungszwecke zur Verfügung.

MTHR Homepage
Das Britische Mobilfunk MTHR Forschungsprogramm
Eine Beschreibung des Programms im FGF-Newsletter 4/2204 (pdf, 98 KB)
Zusammenfassung des "Stewart"-Reports mit dazugehörigen Links
EMF-Seite des britischen Health Protection Agency

 

 

Nationales Forschungsprogramm 57 (Schweiz)

Der Schweizerische Bundesrat hat im Jahr 2004 das Nationale Forschungsprogramm «Nicht-ionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57)
bewilligt und den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit dessen Durchführung beauftragt. Aus 36 Projektvorschlägen wurden zum Start elf
Projekte ausgewählt und vom Forschungsrat des SNF genehmigt. Für die vierjährige Forschungsperiode stehen insgesamt fünf Millionen Franken zur Verfügung.

Homepage des NFP57

 

 

COST - Europäische Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung

COST bildet einen Rahmen für die Zusammenarbeit bei der internationalen Forschung und Entwicklung auf europäischer Ebene und umfasst verschiedene fortlaufende Programme. Diese Tatigkeiten werden organisatorisch vom Europäischen Rat verwaltet und die entstehenden Ergebnisse an ihn abgeliefert.
Zum Thema "Elektrosmog" existierte zuerst das Programm COST 244, in welchem ab 1992 das Ziel eines Erfahrungsaustausches bei der Untersuchung biomedizinischer Effekte durch elektromagnetische Felder verfolgt wurde, dieses wurde 1996 Rahmen von COST 244bis um weitere 5 Jahre verlängert. Daran schloss sich das Programm COST 281 an, das von 2001 bis 2006 stattfand.
Im Juli 2007 wurde als Nachfolger für die abgeschlossene Aktion Cost281 ein Antrag für eine neue COST-Aktion zum Thema "Neue EMF-Technologien und Gesundheitsrisiko-Management" (Emerging EMF Technologies and Health Risk Management) an COST übergeben.

COST 281 Homepage
Abschluss der Aktion COST 281
In diesem Beitrag aus dem Newsletter 3/2006 der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) werden die Aktivitäten von CAST 281 näher vorgestellt ( 65 KB)

 

 

Das fünfte und sechste Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung

In diesen Rahmenprogrammen "Lebensqualität und Management lebender Ressourcen" der Europäischen Kommission werden verschiedene internationale Studien unterschiedlichster Art finanziert. Ein Teil davon befasst sich mit den Auswirkungen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf den Menschen.
Die größten davon sind:

EMF-NET

Dieses im März 2004 gestartete Projekt soll unter Mithilfe internationaler Experten verschiedener Bereiche eine Brücke schlagen zwischen wissenschaftlicher Forschung auf dem Gebiet der Wirkungen elektromagnetischer Felder und der Anwendung dieser Kenntnisse bei der Gesetzgebung und der Öffentlichkeitsarbeit.
EMF-NET Homepage
Report on European EMF plans
Dieser Bericht des EMF-NET vom August 2006 liefert dabei eine komplette Übersicht über die in der EU und der Schweiz derzeit laufenden Forschungsprojekte mit Links zu weiterführenden Informationen dazu (pdf, 484 KB).

Interphone Bei dieser weltweit durchgeführten und von der EU mitfinanzierten Studie ist geplant, insgesamt 6000 Hirntumor-Patienten, 1000 Patienten mit Parotistumoren und 1 500 Leukämie-Patienten mit einer jeweils gleich großen Kontrollgruppe zu vergleichen. Entgültige Ergebnisse dieser mit 4.54 Mio. € Kosten angesetzten Studie werden im Jahr 2007 erwartet.
Mehr Information
Perform-A

Dieses von 2000 -2006 laufende EU-Forschungsprojekt PERFORM-A sollte klären, ob hochfrequente elektromagnetische Felder, wie sie bei der Nutzung von Mobiltelefonen entstehen, in den Tierspezies Ratte und Maus kanzerogen bzw. kokanzerogen wirken. Das Forschungsprojekt war in vier Teilprojekte gegliedert, von denen drei keine Belege dafür erbrachten, dass obilfunkstrahlung kanzerogen und kokanzerogen ist. Lediglich in einem Teilprojekt, bei dem Tiere mit induzierten Mammatumoren untersucht wurden, wurden marginale Effekte beobachtet.
An PERFORM-A waren das Fraunhofer ITEM in Hannover, das RCC in der Schweiz, das ARC in Österreich und das LCG-RBM in Italien beteiligt. Zwei der Projekte kombinierten chronische Toxizitätsstudien und Kanzerogenitätsstudien, wobei Ratten und Mäuse elektrischen Feldern mit Frequenzen von 900 oder 1 800 MHz ausgesetzt wurden. Im dritten und vierten Teilprojekt wurden die Wirkungen der gleichen Strahlung untersucht, nämlich bei transgenen Tieren, die häufiger Lymphome entwickelten, bzw. bei Tieren mit chemisch induzierten Mammatumoren.
Download des Abschlussberichts "In vivo Research on Possible Health Effects of the Use of Mobile Telephones and Base Stations (Carcinogenicity Studies in Rats and Mice)" (pdf, 179 KB)

Reflex

Bei diesem Programm (Kosten: 3,15 Mio. €) wurden in-vitro-Untersuchungen über molekulare und funktionale Reaktionen lebender Zellen auf elektromagnetische Felder durchgeführt, wobei fünf relevante Bereich abgedeckt sind: a) genotoxische Wirkungen; b) Wirkungen auf die Differenzierung und Funktion von embryonalen Stammzellen und Tumorzellen; c) Wirkungen auf die Genausprägung und das Gen-Targeting; d) Wirkungen auf das Immunsystem; e) Wirkungen auf die Zelltransformation und Apoptosis.
Mehr Information

Im Juli 2007 wurden auf der Homepage der EU Zusammenfassungen dieser und anderer Projekte aus dem fünften Rahmenprogramm veröffentlicht, sie sind einzeln oder gemeinsam in einem Gesamtbericht herunterzuladen.

Zu den Zusammenfassungen der Projekte zu elektromagnetischen Feldern
Gesamtbericht (13 MB)
Übersicht zu den EMF-Projekten als Auszug aus dem Gesamtbericht (522 KB)

 

 

European Bioelectromagnetics Association (EBEA)

Diese Vereinigung von Wissenschaftlern verschiedener (überwiegend) europäischer Länder wurde 1989 gegründet mit dem Ziel, die Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Bio-Elektromagnetismus voranzutreiben, sich darin auszutauschen und die Ergebnisse bekanntzumachen. Dazu finden regelmäßige Veranstaltungen mit Präsentationen & Diskussionen statt, ebenso wird mit verschiedenen anderen Organisationen wie der WHO, BEMS oder ICNIRP zusammengearbeitet.

EBEA Homepage
Achterr internationaler Kongress der EBEA vom 11. - 13. April.2007
Neben wissenschaftlichen Studien an Mensch, Tier und Zellen oder Geweben bildeten Präsentationen zu Dosimetrie, Bevölkerungsstudien und Forschungsprogrammen weitere Schwerpunkte im Programm der Tagung, die von etwa 300 Teilnehmer aus den Bereichen Forschung, Industrie und Politik besucht wurde.
Bericht im Newsletter 2/2007 der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) (pdf, 66 KB)
Komplettes Abstract Buch (pdf, 27 MB)
Nur Inhaltsverzeichnis (pdf, 360 KB)

 

 

Bioelectromagnetic Society (BEMS)

Die BEMS ist eine unabhängige Organisation von Wissenschaftlern und Ingenieuren, welche sich mit den biologischen Auswirkungen von nicht-ionisierender Strahlung befassen. Auf den jährlich stattfindenden Tagungen der BEMS treffen sich internationale Experten, um sich über die Fortschritte in der Erforschung der Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen auszutauschen. Zudem werden in einem zweimonatlichem Newsletter Informationen zur aktuellen Forschung und verwandten Themen zusammengestellt.

BEMS Homepage
Die Jahrestagungen der BEMS
Mehr Informationen zu diesen Tagungen (jeweils im Juni) finden sich auf der Seite Nachlese

 

 

Das EMF-Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Mai 1996 ein internationales Projekt zur Beurteilung der Auswirkungen elektrischer und magnetischer Felder auf die Gesundheit und Umwelt, das als Internationales EMF-Projekt bekannt ist, ins Leben gerufen. Dieses hatte ursprünglich eine Laufzeit bis zum Jahr 2005, wurde jedoch bis 2007 verlängert und es werden dabei die laufenden Erkenntnisse und verfügbaren Ressourcen bedeutender internationaler und nationaler Einrichtungen und wissenschaftlicher Institutionen zusammengetragen, um so wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Beurteilung des Einflusses statischer und zeitlich veränderlicher elektrischer und magnetischer Felder im Frequenzbereich 0-300 GHz auf die Gesundheit geben zu können.

Homepage des EMF-Projektes
EMF-Fact sheets (Deutschsprachige Erklärungen der WHO zu verschiedenen "Elektrosmog"-Themen)
Datenbank des EMF-Project
Von dieser Datenbank sind Kurzinformationen zu vielen Studien abrufbar
Interview mit Dr. Mike Repacholi
Dieses Interview mit dem ehemaligen Leiter des Internationalen EMF Projektes findet man auf der Homepage Handywellen. In diesem berichtet er gegenüber dem Informationsdienst Resource Strategies, Inc.über die Ziele, Methoden und Durchführung des EMF Projektes sowie seine eigenen Qualifikationen inklusive diverser auch persönlicher Anfeindungen, denen er sich bis heute ausgesetzt sieht.

 

 

Navigation zu
  dieser Seite:
        
Homepage Elektrosmoginfo
Menüseite: Biologie und Gesundheit
  Expertenseite                               
 
Zuletzt geändert: 23.12.07