Mobilfunk und die männliche Fruchtbarkeit


Zu diesem Thema nachfolgend die Kopie einer Stellungnahme des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) mit Stand vom Mai 2013:

Einfluss elektromagnetischer Felder von Handys auf die männliche Fruchtbarkeit

Die Frage, ob hochfrequente elektromagnetische Felder, die von Handys ausgehen, einen Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit haben, wurde in mehreren nationalen und internationalen Studien untersucht. Insgesamt konnte kein negativer Einfluss nachgewiesen werden, viele Studien sind aber widersprüchlich und von mangelhafter Qualität. Einige internationale Gremien sehen deshalb weiteren Forschungsbedarf.

Die Ergebnisse ausgewählter Studien und Übersichtsarbeiten werden im Folgenden vorgestellt und bewertet.
 
Übersichtsarbeiten und Bewertungen nationaler und internationaler Gremien
 
Der Zusammenhang zwischen männlicher Fruchtbarkeit und elektromagnetischen Feldern von Handys wird bereits seit über zehn Jahren intensiv untersucht. Die bisher vorliegenden wissenschaftlich publizierten Arbeiten wurden von einigen Autoren zusammengefasst und von nationalen und internationalen Gremien bewertet. mehr...


   
Studien an Menschen
 
Während des letzten Jahrzehnts wurden fünf Studien an Menschen durchgeführt, die den Zusammenhang zwischen der Handynutzung und der männlichen Fruchtbarkeit erforschten. In den meisten Studien wurden Patienten untersucht, die bereits Fruchtbarkeitsprobleme hatten. Das Ergebnis aller Studien ist, dass eine häufige Handynutzung mit verminderter Fruchtbarkeit einhergeht. mehr...


Laborstudien
 
Der direkte Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf entnommene - überwiegend menschliche - Spermien wurde seit 1999 in mehreren Laborstudien untersucht. Die meisten fanden mindestens in einem der untersuchten Parameter eine signifikante Veränderung unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder, wobei häufig viele andere Parameter unverändert blieben. Alle Studien weisen aber methodische Mängel auf. mehr...


   
Studien an Tieren
 
Seit 1999 wurde der Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder im von Handys genutzten Frequenzbereich (800 MHz – 2,5 GHz) auf Hoden und Sperma in über 30 Tierstudien an Nagetieren wie Ratten, Mäusen und Kaninchen untersucht. Eine Mehrzahl der Publikationen findet mindestens in einem der untersuchten Parameter einen signifikanten, häufig negativen Einfluss der elektromagnetischen Felder auf die Fruchtbarkeit. Die Mehrzahl der Tierstudien weist aber zum Teil erhebliche methodische Mängel auf. mehr...


Zusammenfassende Bewertung durch das BfS
 
Die bisherigen Befunde ergeben zusammenfassend betrachtet keinen Nachweis, dass die elektromagnetischen Felder von Handys die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Da aber nicht alle wissenschaftlichen Fragen dazu geklärt sind, besteht weiterhin Forschungsbedarf. mehr...


   
Literatur
 
Die für die Artikel zur Thematik „Einfluss elektromagnetischer Felder von Handys auf die männliche Fruchtbarkeit“ verwendeten Literaturstellen sind hier zusammengestellt. mehr...

Original:http://www.bfs.de/de/bfs/forschung/stellungnahmen/Handynutzung_maennliche_Fruchtbarkeit

Weitere Literatur

Präsentation zum Thema Spermienschädigung durch Handynutzung
   

Der am "Reproductive Research Center" der Cleveland Clinic tätige Androloge Ashok Agarwal stellte auf der Jahrestreffen der "American Society for Reproductive Medicine" im Oktober 2006 in New Orleans seine Untersuchung an 361 indischen Männern vor, bei denen er mit zunehmender Handybenutzung eine Abnahme der Zahl, Qualität und Beweglichkeit der Spermien im Ejakulat festgestellt hatte.
Neue Untersuchung über starke Handynutzung und Unfruchtbarkeit bei Männern (Heise Newsticker vom 24.10.06)
Zweifelhafte Studie zu Spermienschäden durch Handys (Spiegel online vom 24.10.06)

 

 

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Zuletzt geändert: 25.05.13