"Elektrosmog" durch Energiesparlampen und Induktionskochfelder

Energiesparlampen

Energiesparlampen sind kompakte Leuchtstofflampen, welche im Vergleich zu Glühlampen bei gleicher Lichtmenge einen bis zu 80% geringeren Stromverbrauch aufweisen. Sie besitzen im Sockel ein Vorschaltgerät, welches die Netzspannung mit ihrer Frequenz von 50 Hz in eine interne Betriebsspannung mit einer Frequenz von zwischen 28 und 60 kHz umsetzt und mit welcher die damit verbundene Leuchtstoffröhre betrieben wird.

Aufbau einer Energiesparlampe [1]

Durch die Umformung in eine höherfrequente Betriebsspannung entstehen neben den elektrischen und magnetischen Feldern bei der Netzfrequenz von 50 Hz auch Felder mit der Frequenz dieser Betriebsspannung sowie, deutlich schächer, deren Oberwellen bis in einen Bereich von mehreren Megahertz.

Bei Messungen im Auftrag der schweizerischen Bundesämter für Energie und Gesundheit an mehreren Typen von Energiesparlampen wurden für den Bereich der Betriebsfrequenz im Abstand von 30 cm elektr. Feldstärken von etwa 0,1 V/m gemessen, im Bereich der Netzfrequenz waren die durch sie erzeugte magnetische Flussdichten mit maximal 29 nT vergleichbar mit der von herkömmlichen Glühbirnen. Damit unterschritten sie nicht nur sämtliche Grenzwerte bei weitem, sondern in aller Regel auch die zum Vergleich herangezogenen TCO-Vorsorgewerte für Computermonitore.

 
Mehr Information:

Häufig gestellte Fragen zu der Verordnung über die schrittweise Abschaffung herkömmlicher Glühlampen
Ein FAQ der Europäischen Kommission mit Informationen auch zur Technik und Eigenschaften von Energiesparlampen (pdf, 400KB)
"Stellt die elektromagnetische Strahlung von Kompaktleuchtstofflampen ein Gesundheitsrisiko dar?"
Dieser Beitrag in der Ausgabe 3/2010 des UMWELT und MENSCH – INFORMATIONSDIENSTES (3/2010), der vom Umweltbundesamt herausgegeben wird, beschäftigt sich mit Fragen zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der abweichenden Lampenspektren und den zusätzlich emittierten elektromagnetischen Feldern (pdf, 1.45 MB, dort auf Seite 25 - 31)
Bundesamt für Strahlenschutz: Informationen zu elektromagnetischen Emissionen von Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) (pdf, 350 KB)
In dieser umfangreichen Stellungnahme äußert sich das BfS zu den von den Lampen hervorgerufenen elektrischen und magnetischen Felder, auf etwaige Emissionen von UV-Strahlung sowie auf das erzeugte Lichtspektrum.
Schweiz: Neue Studie zu elektromagnetischen Feldern von Energiesparlampen
Eine von der „It'Is Foundation" (Foundation for Research on Information Technologies in Society) in Zürich durchgeführte Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und des Bundesamts für Energie (2010).
Siehe dazu auch: ETH-Professor: «Der Bund verbreitet Unsinn» (Sonntagszeitung vom 04.04.10)
Referenz [1]: Projektbericht "EMF von Energiesparlampen"
In diesem Bericht des Schweizerischen Bundesamts für Energie in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und Osram aus dem Jahr 2004 werden neben der Funktionsweise von Energiesparlampen auch die oben angerissenen Messungen beschrieben und es wird auf die gesetzlichen und regulativen Bedingungen eingegangen (484 KB).
Merkblatt "EMF von Energiesparlampen"
Eine Zusammenfassung des oben erwähnten Berichts (pdf, 56 KB).
Ergebnisse der Messungen an 14 Sparlampen
Eine kritische Messaktion als Bestandteil eines Artikel in der schweizerischen Konsumentenzeitschrift K-Tipp Nr. 18 vom 31.10.07 (176 KB).
Kurzkommentar zur Beurteilung von Emissionsmessungen von ESL
Diese Stellungnahme der ETH Zürich bezieht sich auf den o. g. Artikel im K-Tipp (37KB).
Kompaktleuchtstofflampe
Ein umfangreicher Wikipedia-Artikel zu allen Aspekten von Energiesparlampen.

 

 

 Induktionskochfelder

Ein Induktionskochfeld ist ein Kochfeld, bei dem eine elektrische Spule unter der Kochzone elektromagnetische Wechselfelder erzeugt, die Wirbelströme im Topfboden hervorrufen und so für dessen Erwärmung sorgt. Die dabei üblicherweise angewandten Frequenzen liegen im Bereich von etwa 25 bis 50 kHz.

Messungen haben gezeigt, dass die durch Induktionskochfelder erzeugten Magnetfelder nicht stärker sind als die von normalen elektrischen Kochplatten, jedoch aufgrund ihrer weit höheren Frequenz andere biologische Wirkungen zeigen könnten.
Bei gewerblichen Induktionskochfeldern wurde bei einer Studie aus der Schweiz (siehe unten) gezeigt, daß die Expositionen teilweise über den Grenzwerten liegen können und besonders für schangere Köchinnen besondere Maßnahmen rechtfertigen.

 
Mehr Information:

Magnetische Wechselfelder von Induktionskochfeldern
In diesem Beitrag aus dem Elektrosmogreport 4/2002 werden einige Messungen an Induktionskochfeldern vorgestellt und sie im Kontext zu gesetzlichen Grenz- sowie Vorsorgewerten bewertet (pdf, 134 KB)
Magnetfeld-Expositionen durch professionelle Induktionskochherde - Messerhebung an Gastroarbeitsplätzen im Jahr 2009/2010
Wikipedia: Induktionskochfeld

 

 

Navigation zu   dieser Seite:         Homepage Elektrosmoginfo
Menüseite:Technische Informationen
  "Elektrosmog" durch Energiesparlampen und Induktionskochfelder
   
Zuletzt geändert: 17.11.11