Ultrabreitband-Kommunikation (UWB)

Ultrabreitband (Ultra-Wideband, kurz: UWB) ist ein speziell für den Nahbereich von wenigen Metern entwickelter Funkstandard, der mit einer sehr großen Bandbreite innerhalb des genutzten Frequenzbandes sehr hochratige Datendienste wie etwa den Austausch von Videodaten zwischen DVD-Playern und Fernsehern erlauben soll.
Dabei werden auch Frequenzbereiche genutzt, die bereits durch andere Funkdienste belegt sein können, wobei deren Störung durch die sehr geringe, über einen weiten Frequenzbereich verteilte Sendeleistung von UWB vermieden werden soll.

In Deutschland gab die Bundesnetzagentur im Januar 2008 für UWB den Frequenzbereich von 30 MHz - 10,6 GHz in Form einer Allgemeinzuteilung für jedermann frei. Der erlaubte Spitzenwert der Sendeleistung beträgt dabei maximal 1 Milliwatt (EIRP) im Frequenzbereich von 6 - 8,5 GHz, wogegen in den anderen Frequenzbereichen nur deutlich weniger Sendeleistung erlaubt ist.

 

Die Exposition durch UWB-Geräte 

Im Rahmen des Projektes "Bestimmung der Exposition durch Ultra Wideband Technologien" des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms (siehe unten) wurden 2008 umfangreiche theoretische Betrachtungen und Messungen der durch UWB-Geräte zu erwartenden Expositionen unternommen.
Nachfolgend eine Kopie der Kurzzusammenfassung in dem zugehörigen Abschlussbbericht:

Um das Ausmaß der Exposition durch Geräte der in naher Zukunft auf dem Europäischen Markt erwarteten Ultra-Wideband (UWB) Technologie abschätzen zu können wurden Immissionsmessungen in der Nähe bereits verfügbarer UWB-Geräte, sowie numerische Berechnungen der spezifischen Absorptionsrate SAR und der spezifischen Absorption (SA) durchgeführt. Die messtechnischen Untersuchungen erfolgten mittels direktiver Messantenne und Spektrumanalysator. Die numerischen Berechnungen erfolgten unter Verwendung der FDTD-Methode und eines anatomischen Körpermodells mit dispersiven dielektrischen Gewebeparametern, wobei unterschiedliche realistische Expositionsszenarien mit der UWB-Quelle in unmittelbarer Nähe zum Körper (Oberschenkel, Hinterkopf, Brust, Auge) und bei unterschiedlichen spektralen Anregungsformen betrachtet wurden.
Die durchgeführten Messungen ergaben in 15 cm Abstand maximale, zeitlich gemittelte Werte der äquivalenten Strahlungsleistungsdichte von nicht mehr als ca. 0,32 mW/m². Zeitliche Spitzenwerte der äquivalenten Strahlungsleitungsdichte lagen in 15 cm Abstand zu den Geräten bei weniger als 2,4 mW/m².
Die Ergebnisse der numerischen Berechnungen führten auf maximale über 10g Gewebe gemittelte SAR-Werte von bis zu maximal 0,013 W/kg, bei Zugrundelegung einer 100% Ausnutzung des in Europa zulässigen Sendespektrums. Für reale Geräte ist davon auszugehen, dass die maximalen SAR10g-Werte noch 1-2 Größenordnungen geringer sein werden. Die von regulierungskonformen Geräten in Europa zu erwartenden Werte der maximalen über 10g gemittelten spezifischen Absorption SA10g werden ebenfalls deutlich unterhalb des entsprechenden Limits liegen, typischerweise im Bereich von deutlich weniger als 10-8 J/kg, also deutlich weniger als 0,0005% des Basiswertes.

 

Mehr Information

Ultrabreitband
Eine Informationsseite auf Wikipedia mit ebenso lesenswerten Links.
Bestimmung der Exposition durch Ultra Wideband Technologien
Im Rahmen dieses Projektes des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms wird in den verschiedenen Berichten neben den zu erwartenden Expositionen durch UWB auch ausführlich auf dessen Technologie, die Standardisierung, die Funkregulierung und Anwendungen sowie die Messmethodik eingegangen.
Allgemeinzuteilung der Frequenzen 30 MHz bis 10,6 GHz für die Nutzung durch Anwendungen geringer Leistung der Ultra-Wideband (UWB) Technologie
Auf diese Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur mit Informationen zu den in Deutschland erlaubten technischen Parametern von UWB wurde im Januar 2008 durch eine Pressemitteilung aufmerksam gemacht, die auch dessen Nutzungsmöglichkeiten umreisst.

 

 

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Zuletzt geändert: 12.08.09